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Verzollt.

Geschrieben von – 2. Februar 2011

Päckchen mit Zollaufkleber "Selbstverzollung"

Vor ziemlich genau einem Monat habe ich bei bustedtees vier schicke T-Shirts bestellt, die ich seit heute auch tatsächlich von Amts wegen in den Händen halte. Doch von vorne: Beim Versandmodus “Economy International” gibt es trotz zugeschickter Trackingnummer keine Sendungsverfolgung. Nach ungefähr vier Wochen kam dann ein Brief von der Post, auf der vorne ein Adresskorrekturzettel hing. Aus allen Umlauten waren HTML-Codes (“ö”=Ö) geworden, so war die Sendung natürlich erst mal nicht zustellbar gewesen. Drinnen war auf viele kleine Zettelchen verteilt eine Mitteilung des Zollamts, dass ich mir meine Sendung werktags zwischen 7 und 15 Uhr abholen könnte. Auf einem grünen Todo Zettel war unten handschriftlich “Adresse nicht lesbar” vermerkt. Ein weiteres Formular lud zum Ausfüllen ein, war aber nicht weiter kommentiert. Das Aufgebot an sehr benutzerunfreundlichen Zettelchen lies mich auf jeden Fall erhebliche behördliche Komplikationen (“Passierschein A 38″) erwarten.

Zettel vom Zollamt

Heute war ich dann also in Wetzlar. Dort durfte ich dann vor der freundlichen Zollbeamtin tatsächlich das bereits mit Zollsiegeln versehen Päckchen öffnen – sie hat dann eine laut meines Einfuhraufgabenbescheid eine “volle Gesamtbeschau” durchgeführt und als Zollbefund gemäß Art 68 ZK. “4 T-Shirts” festgestellt. Mit meiner ausgedruckten Rechnung gab sie sich dann nicht zufrieden – und hat die Preise tatsächlich im Internet nachgeschaut. Das gibt bei so mancher Bestellung sicher peinliche Szenen im Zollamt Wetzlar…
Der so festgestellte Preis war dann die Grundlage für die Berechnung der Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19%. Zollfrei war die Sendung aber noch, da gibt es einen Freibetrag von 120€. Meine gezahlten 14€ decken aber vermutlich auch nur gerade eben die Kosten des gesamten Verfahrens…

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