Also was die Univeranstaltungen angeht, gewinnt der Finne…
Heute hatte ich das Seminar “Accidentes” – Seminar ist aber der falsche Begriff, das halbe Semester war im Hörsaal – da anwesenheitspflichtig mehr Leute als sonst in den Vorlesungen. Abgesehen von einer kleinen “Hefte raus – Test”-Einlage am Anfang (anonym abzugeben) mit der Frage nach der Definition von “accidente” und welche Arten von Unfällen es gibt, handelte es sich auch um eine Vorlesung.
Es mag ja am Fach liegen – aber muss man wirklich in der Uni erklären, wie ein Verkehrsunfall definiert ist? Und ein Haushaltsunfall? Und ein Arbeitsunfall? Das brachte alles recht wenig.
Witziger, wenngleich genauso nutzlos war da das Praktikum “Lavado de manos”. Interessanterweise wird das hier tatsächlich anders gehandhabt. Lavado quirúgico wird in Spanien mit Wasser + Seife + Jod gemacht – zweimal zwei Minuten und am Ende wird mit Wasser abgespült und mit einem sterilen Einmalhandtuch abgetrocknet. Das war meine wesentliche Erkenntnis aus dieser Stunde.
Didaktisch ganz gut dargestellt war dann noch die Fragestellung, wo Infektionsquellen auf Stationen zu finden sind. Jeder Punkt wurde dann direkt praktisch umgesetzt und Proben der Oberflächen, Wasserhähne etc. des Labors genommen.

Das Video gab uns den Rest...
Den krönenden Abschluss bot dann ein Film über die Wasserwerke und Meerwasserentsalzungsanlage im Süden Teneriffas – ganz interessant wie das auf einer Insel mit wenigen natürlichen Quellen gestaltet wird. Den Bezug zum richtigen Händewaschen finde ich allerdings etwas weit hergeholt.